»Das Ziel, Deutschland zu entnazifizieren, ist schon lange gescheitert!« (Redebeitrag vom 22. September in Aken)

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen“, schrieb Primo Levi, Zeuge und Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz, in seinem Buch ‚Die Untergegangenen und die Geretteten‘.

Das Ziel, Deutschland zu entnazifizieren, ist schon lange gescheitert. Nicht erst seit heute gibt es Akteure mit hohen Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Hanns Martin Schleyer bspw. war SS-Untersturmführer und später ein etablierter Manager und Wirtschaftsfunktionär. Oder Kurt Georg Kiesinger, der Mitglied der NSDAP und Rechtsanwalt in Nazi-Deutschland war: später wurde er Bundeskanzler.

Der kommende Sonntag, der 24. September 2017, wird als ein neues historisches Ereignis Platz in der Geschichte Deutschlands einnehmen.
Es wird über 70 Jahre nach Auschwitz,
70 Jahre nach der Shoah,
70 Jahre nach dem Nationalsozialismus passieren, dass wieder eine Nazi-Partei im höchsten deutschen Parlament sitzt und ihr hetzerisches Gedankengut verbreiten kann. Die Deutschen haben wieder nichts gelernt.

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Ich bin froh darüber, dass es hier in Aken noch Menschen gibt, die sich der Gefahr bewusst sind,
die begreifen, in welcher Lage wir uns befinden,
die begreifen, dass ich nicht übertreibe, wenn ich sage: Die AfD ist eine Nazipartei!

Ein kleines Beispiel aus dem Parteiprogramm der AfD für die, die meine Aussage als Polemik ansehen:
Die AfD unterscheidet in ihrem Parteiprogramm klar zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen.
Sie will Menschen, die hier geboren sind, nicht automatisch anerkennen, dass sie Deutsche sind.
Was folgt daraus? Du musst als hier Geborener nachweisen, was deine Eltern für eine Herkunft haben. Das hatten wir schon einmal, nur nannte man das damals Rassennachweis.
Wer so etwas unterstützt, der nimmt bewusst in Kauf, dass sich die widerliche Geschichte Deutschlands wiederholt.

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Die Menschen, die heute hier an meiner Seite stehen,
an deren Seite ich stehe, diese Menschen geben mir Hoffnung. Hoffnung, dass das alles nur ein schlechter Traum ist oder wenn schon Realität, dann eine,
die zumindest noch ins Positive umgelenkt werden kann. Diverse zivilgesellschaftliche Projekte und Vereine, besonders auch der Verein Wir Mit Dir e.V., sind aktiv, treten in einen interkulturellen Austausch und zeigen in der Praxis, wie gesellschaftliches Leben funktioniert: Miteinander. Genau das lässt mich hoffen. Wir dürfen nicht aufhören zu kämpfen, merkt euch das.

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Der neue Faschismus sagt jetzt schon: Ich bin die AfD!
Bleibt stark, geht wählen und kämpft dagegen an!

 

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